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Zwischen Tür & Angel: Moonlight Breakfast

Moonlight Breakfast kommen aus Rumänien und haben dort nach nur fünf Proben sich im Vorprogramm von Jamiroquai wiedergefunden. Auch auf der Abschiedsgala der Olympischen Spiele in Sotschi waren sie zu sehen und demnächst erscheint ihr Debütalbum „Shout“. Im Zuge der Veröffentlichung kommen sie auch für vier Konzerte nach Deutschland. Wir haben der Band mal fix per Mail ein paar Fragen zukommen lassen. Wie das noch einmal war mit Jamiroquai erfahrt ihr im Kristall-Interview:

kristall: Moonlight Breakfast — habt ihr euch für den Namen entschieden, weil ihr ganz früh raus musstet oder weil ihr erst sehr spät aufgestanden seid?

mb: Wir haben ihn eigentlich gewählt, weil wir spät auf Arbeit mussten. Unser Sohn (Sängerin Christie und Schlagzeuger Bazooka haben ein gemeinsames Kind/Anm. d. Red.) ist der Grund für all unsere Frühstücke im Mondschein. Da wir immer erst an Musik arbeiten konnten, wenn er im Bett war, kam unser Name sozusagen auf natürlichem Wege zu uns.

kristall: Euer Sohn ist manchmal auch mit auf Tour, wie man im Video zum Song „Shout“ sehen kann. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht immer einfach ist, gleichzeitig es aber wohl auch ein paar lustige Geschichten zu erzählen gibt, oder?

mb: Ja, Andi mag es hin und wieder mitzukommen, um während des Soundchecks ein wenig an den Geräten rumzuspielen oder sich zu vergewissern, ob das Megafon auch richtig funktioniert. Es ist schon lustig, wenn wir zusammenpacken und uns dann fragen, ob wir auch nichts, wie mein Bühnenoutfit oder Andis Lego, vergessen haben.

Moonlight Breakfast – „Shout“

kristall: Nach fünf Proben habt ihr euch im Vorprogramm von Jamiroquai wiedergefunden. Wie kam es bitteschön dazu und wie hat es sich angefühlt das erste Konzert vor 35000 Leuten zu spielen?

mb: Es war großartig! Wir bekommen immer noch Gänsehaut, wenn wir nur daran denken. Auch der Weg dahin war verrückt: Wir hatten gerade mal einen Song im rumänichen Radio laufen und den hat der Veranstalter des Jamiroquai-Konzerts gehört, uns angerufen und gefragt, ob wir denn 45 Minuten Material hätten, um die Vorband für Jamiroquai zu sein. Natürlich haben wir zugesagt und uns dann in den verbliebenen zwei Wochen bis zum Termin dran gemacht, die meisten Songs unseres Albums zu schreiben. Noch interessanter wurde es, als Jamiroquai dann die ersten zwei Shows in Rumänien, aufgrund seines verstauchten, rechten Beines abgesagt hatte und wir bis zum Tag vor dem Gig nicht genau wussten, ob es nun stattfindet oder nicht. Da wir obendrein große Fans von Jamiroquai sind und wir in seinem Vorprogramm vor 35000 Leuten unsere sechste Probe hatten ist einfach unfassbar. Ich glaube, wir hätten uns das nicht schöner vorstellen können.

kristall: Im Oktober spielt ihr einige Konzerte in Deutschland. Ist es euer erstes Mal und was erwartet ihr von den Auftritten?

mb: Wir sind sehr gespannt, denn Deutschland steht schon seit einiger Zeit auf unsere To Do-Liste. Wir haben im März schon einmal in München in der alten Kongresshalle gespielt und das war ziemlich cool, da das gesamte Konzept der Veranstaltung auf einem unserer Songs beruhte. So gesehen ist es unnötig zu sagen, dass wir es liebten. Die Halle war voll und das Publikum großartig. Wir können es nicht abwarten wiederzukommen.

kristall: Welche anderen Bands aus Rumänien könnt ihr empfehlen?

mb: Wir mögen Golan sehr gern. Die sind sehr erfrischend und haben erst kürzlich ein Video in Berlin aufgenommen.

kristall: Sprechen wir über euer Album „Shout“: Ihr nennt euren Stil „an urban, rough style mix of Soul, Electro, Beat, Nu-Jazz and Swing“. Wie klingt das denn?

mb: Machen wir es kurz: Es klingt toll! Findest du nicht?

Moonlight Breakfast live:

28.10.   Hamburg
29.10.   Berlin
30.10.   Frankfurt
31.10.   München

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